agrirouter – Gewinner des Innovation Award AGRITECHNICA 2017 in Silber
Autor: solarstrombauer (Helmut Thomas)
Datenaustausch für Landwirte einfach und sicher
Hannover: Anfang 2016 hatte die DKE-Data GmbH & Co. KG eine internetbasierte Datenaustauschplattform für Landwirte und Lohnunternehmer angekündigt, die Maschinen und Agrarsoftware herstellerübergreifend verbindet. Nun war es soweit.
DKE-Data stellte den agrirouter auf der Landtechnikmesse Agritechnica im November 2017 in Hannover vor.
Die Lösung eines Kernproblems
Die DKE-Data GmbH & Co. KG präsentierte auf ihrem Stand in Halle 15 eine Datenaustauschplattform, die ein Kernproblem bei der Digitalisierung der Landwirtschaft löst: Das neue Werkzeug ermöglicht Landwirten und Lohnunternehmern den Austausch von Daten zwischen Maschinen- und Agrarsoftware-Anwendungen unterschiedlicher Hersteller. Betrieben mit gemischtem Maschinenpark fehlte bisher diese Möglichkeit.
Der neue agrirouter vereinfacht den Datenaustausch und damit betriebliche Abläufe, reduziert den Verwaltungsaufwand und verbessert die Wirtschaftlichkeit. So schafft er dem Landwirt Freiräume für andere Dinge. Die Steuerung erfolgt über einen Internet-Zugang. Der Nutzer stellt seinen persönlichen agrirouter zusammen und legt mit Regeln fest, wer mit wem welche Daten in welchem Umfang austauscht. Der agrirouter Nutzer bestimmt jederzeit, was mit seinen Daten geschieht.

(DLG). Roboter, autonome Maschine, künstliche Intelligenz und weitere Innovationen in der Agrartechnologie – Themen, die auf der diesjährigen FOODnext am 15. November 2017 auf der Agritechnica diskutiert wurden. Die Landwirtschaft erlebt aktuell wie die Industrie 4.0 eine digitale Revolution. Heute gibt es weltweit hunderte von Startup-Unternehmen, die sich auf die Agrarwirtschaft spezialisiert haben. Die Landwirtschaft der Zukunft soll noch effizienter, präziser und Ressourcen schonender gestaltet werden. Durch weitere Faktoren, wie den Druck des Klimawandels, der Tatsache, dass bis 2050 noch zwei Milliarden Menschen auf diesem Planeten leben werden und dass nur 40 % des Landes zur Verfügung stehen, entsteht ein Markt, der reif für Innovationen ist. Somit ist die Digitalisierung ein zunehmend wichtigerer Baustein im Produktionsprozess. „Die Digitalisierung hat die Aufgabe, das Leben der Landwirte zu vereinfachen“, betonte Tobias Menne, Global Head of Digital Farming, Bayer Crop Science. Bei der Reihe an digitalen Innovationen darf der Landwirt als Anwender nicht aus dem Blickfeld der Entwicklung geraten – „Wir benötigen smarte und anwenderfreundliche Technologien“, so der Aufruf von Andy Ziolkowski, Managing Director, Cultivian Sandbox. Die Zukunft der digitalen Landwirtschaft ist jedoch immer noch sehr ungewiss. Viele neue technische Innovationen im Bereich Digitalisierung kommen auf den Markt, aber ein klarer Gewinner ist noch nicht erkennbar – es ist schwierig zu sagen, wer Facebook oder Amazon in der Agrar-Szene werden könnte.
(DLG). Die Agrarwirtschaft entwickelt sich unaufhaltsam zu einer digitalisierten Branche. Produktivität und Effizienz in Maschinen wurden über viele Jahre hinweg weitgehend durch erhöhte Motorenleistung, Gewicht und Größe erreicht. Längst liefern Hersteller Maschinen, die innerhalb von limitierten Abmessungen und Gewichtsvorgaben noch produktiver funktionieren, was sich auch auf die Entwicklung von Komponenten und Systemen auswirkt. Die Prozessoptimierung einzelner Maschinen ist nahezu ausgereizt.
(DLG). Der Trend zur weiteren Automatisierung von Prozessen, verbunden mit intelligenten Datenmanagement-Systemen zur Optimierung der Regelung und Steuerung von Maschinen, Logistik, Dokumentation, Qualitätssicherung und Rückverfolgbarkeit, schreitet in der Landwirtschaft ungebrochen voran. Dies zeigen die mehr als 320 Neuheitenanmeldungen, die beim Agritechnica-Veranstalter DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) in diesem Jahr eingegangen sind. So wurde eine Innovation Award Agritechnica 2017 in Gold für den ersten vollautomatisch sich sowohl auf die Frucht als auch auf die Bedingungen einstellenden Tangentialmähdreschers vergeben. Analog zur Industrie 4.0 gewinnt auch die Digitalisierung und Vernetzung der Wertschöpfungskette in der Landwirtschaft zunehmende Bedeutung. Cloud Computing und BigData sind feste Begriffe geworden.