photokina 2014 Rückblick

Autor: solarstrombauer (Helmut Thomas)

Köln: Mit einem sehr guten Ergebnis ist am Sonntag, den 21. September 2014 die 33. photokina zu Ende gegangen. Rund 185.000 Besucher aus über 160 Ländern erlebten eine Messe, die sich so jung und frisch präsentierte wie selten zuvor. Action- und Livestyle-Cams, Wearables, Multikopter und professionelles Filmequipment ergänzten das vielfältige Angebotsspektrum der Foto- und Imagingindustrie und zeigten: Fotografieren und Filmen liegt voll im Trend. Das internationale (Fach-)Publikum nutzte intensiv die Gelegenheit, neue Angebote auszuprobieren und sich mit anderen Foto-Enthusiasten auszutauschen. Auch die Aussteller waren über den Messeverlauf hoch erfreut und lobten vor allem die hohe Internationalität der Fachbesucher. Ihr Anteil am Besucheraufkommen lag bei 47,7 Prozent, davon kamen 44,3 Prozent aus dem Ausland. Wachstum gab es insbesondere bei der Zahl der Besucher aus den USA, Asien und Südostasien sowie der Region Ozeanien. Dementsprechend zufrieden war Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse GmbH: „Köln ist für die Foto- und Imagingindustrie der ‚place to be‘. Hier stellt die Branche die Weichen für das Business der Zukunft.“

Von der photokina 2014 werde eine große Signalwirkung ausgehen, so die einhellige Meinung an den Ständen. Katharina C. Hamma, Geschäftsführerin der Koelnmesse GmbH, betonte die Bedeutung der Messe als Trendsetter: „Die Branche profitiert jetzt davon, dass die photokina kontinuierlich Trendthemen aufgegriffen und Angebotsbereiche ausgebaut hat, um so immer die aktuelle Marktsituation abzubilden.“ Deutlich macht dies auch die Zahl der Unternehmen, die erstmals auf der Messe vertreten waren. Mit rund 180 Unternehmen lag sie so hoch wie nie. Darunter fanden sich so bekannte Firmen wie Google, GoPro, RED Digital und Blackmagic, aber auch junge Unternehmen wie Lytro, Helipro oder das Startup Panono.

Für Christoph Thomas, Vorsitzender des Photoindustrie-Verbandes, Mitveranstalter der photokina, ist der Messeverlauf eine Bestätigung für die Innovationsfreude der Branche: „Die photokina 2014 hat eindrucksvoll gezeigt, dass es heute nahezu keinen Lebensbereich mehr gibt, in dem die visuelle Information und Kommunikation nicht eine wesentliche Rolle spielt. Alle Unternehmen haben mit neuen und frischen Ideen, innovativen Produkten und faszinierenden technischen Entwicklungen gezeigt, dass die Foto- und Imagingindustrie das Ohr am Puls der Zeit hat und bestens für die Zukunft gerüstet ist.“

Die Funktion der photokina als Trendsetter für die Branche wurde auch von den ausstellenden Unternehmen hervorgehoben. Dr. Rolf Hollander, Vorstandsvorsitzender der Neumüller CEWE Color Stiftung, äußerte sich beigeistert über die Messe: „Besser hätte es nicht laufen können! Dadurch dass die photokina das Thema ‚mobile‘ schon früh in die Messe aufgenommen hat, sind unsere Botschaften und neuen Angebote bei den Besuchern – und zwar sowohl bei den Fachbesuchern aber auch im besonderen Maße beim Endverbraucher – auf fruchtbaren Boden gefallen. Das ist es, was die photokina immer ausmacht. Sie setzt Trends und treibt Themen voran. Für uns ist die photokina immer wieder ein Umsatzmotor für die kommenden Monate.“

Die hohe Fachkompetenz des internationalen Publikums und seine Aufgeschlossenheit für neue Themen sorgte auch bei den Neuausstellern für zufriedene Gesichter. Simon Westland, Sales & Marketing Director bei Blackmagic Design: „Wir sind das erste Mal auf der photokina und wir sind froh, Teil der Messe gewesen zu sein. Die photokina hat uns den Zugang zu neuen Zielgruppen ermöglicht und ist eine großartige Gelegenheit, um unsere neuen Produkte zu präsentieren.“

Ähnlich sah es auch Jim Geduldick, Marketing Manager von GoPro: „Für uns hat sich die Messe auf jeden Fall gelohnt! Die Entscheidung, unsere Produkte auf der photokina zu zeigen, hat sich als goldrichtig erwiesen. Wir haben hier für uns wichtige neue Zielgruppen ansprechen können, und das Publikum war begeistert über unseren Auftritt. Für GoPro ist die photokina genau die richtige Plattform mit einer großen internationalen Außenwirkung.“

Die weltweite Aufmerksamkeit, die die photokina auf sich zieht, nahm auch Canon zum Anlass, ihre neue Markenkampagne der Öffentlichkeit zu präsentieren: „Wir haben nicht ohne Grund die photokina als Start unserer neuen, weltweiten Marketingkampagne gewählt. Eine größere internationale Aufmerksamkeit bekommt man nirgendwo sonst auf der Welt“, so Rainer Führes, Geschäftsführer Canon Deutschland GmbH.

Bemerkenswert war auch die Entscheidungskompetenz der Fachbesucher: Ersten Ergebnissen einer unabhängigen Befragung zufolge sind rund zwei Drittel (65 Prozent) ausschlaggebend oder mitentscheidend an Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen beteiligt. Darüber freute sich auch Martin Bongard, Country Manager bei Manfrotto Distribution Deutschland: „Wir sind über den Verlauf der Messe hocherfreut. Viele kompetente Fachbesucher – verstärkt auch aus Nord- und Südamerika sowie Asien, die bei uns Gespräche geführt und – was noch wichtiger ist – auch reichlich geordert haben, lassen eigentlich nur ein Fazit zu: Für uns ist die photokina 2014 ein voller Erfolg.“

Und auch der Handel zeigte sich von der photokina begeistert: „Für den Fotofachhandel ist die photokina einfach unverzichtbar. Sie ist die ideale Order- und Informationsplattform“, so Michael Gleich, Geschäftsführer der Ringfoto GmbH & Co. Zudem könne man als Fachhändler den Endkunden beobachten und sein Interesse und seine Begeisterung für bestimmte Produkte und Dienstleistungen studieren. Gleich weiter: „Das Who-is-who der Branche ist an einem Ort versammelt, neue Trends werden vorgestellt und es gibt aktuellste Marktinformationen, die für unsere Handelspartner in der Ringfoto-Gruppe echten Mehrwert bieten – was könnte besser sein?“

Die Trends der photokina 2014

Die Zukunft schon heute erleben

Wer sich ein Bild von der Zukunft der Fotografie machen will, pilgert alle zwei Jahre gemeinsam mit Branchenexperten aus aller Welt zur photokina nach Köln. Auch in diesem Jahr vermittelte die Leitmesse der World of Imaging vom 16. – 21. September 2014 ihren Besuchern  einen umfassenden Ausblick auf die Bilderwelten von morgen.

Kaum ein Medium entwickelt sich so rasant und verändert die Kommunikation der Menschen so umwälzend wie die in diesem Jahr 175 Jahre jung gewordene Fotografie. Von der Daguerreotypie bis zur Video-Brille mit automatischem Dioptrien-Ausgleich auf Basis der Lichtfeldtechnologie hat sich die Fotografie kontinuierlich erneuert, ihre Grenzen erweitert und ihre gesellschaftliche Bedeutung ausgebaut. Ob Standbild oder Video, die Aufnahmegeräte sind multifunktionaler geworden und bewältigen immer mehr Aufgaben mit nur einem Gerät. Imaging-Produkte für den Verbrauchermarkt liefern professionelle Qualität. Schlagworte wie 4K, WiFi, GPS, Curved Sensor, CGI etc. gehören inzwischen zum Alltag der Verbraucher. Es gibt kaum einen Lebensbereich, in dem nicht in irgendeiner Weise bildgebende Verfahren eine Rolle spielen. Deshalb stößt die alle zwei Jahre in Köln stattfindende photokina als Leitmesse der Branche nicht nur aus technischer, sondern auch aus gesellschaftlicher Sicht stets auf großes Besucher- und Medieninteresse. Auch in diesem Jahr gingen von ihr Impulse aus, die die das Bild der Zukunft entscheidend prägen.

Dabei stehen nicht nur innovative Verfahren der Bilderfassung sondern ebenso der Bildbearbeitung, -archivierung, -präsentation, -nutzung und -weitergabe im Fokus. Während es in den frühen Jahren der Fotografie in erster Linie um die wirklichkeitsnahe Abbildung ging, sind es heute auch Verfahren zur Schaffung künstlicher Bilderwelten wie des „Computer Generated Imaging“ für die Erstellung realistisch wirkender Fantasiewelten.

Aufbruch in eine neue Welt der Bilder
Hieß es bisher „Ein Bild sagt mehr als tausend“ Worte, so könnte man dieses geflügelte Wort im Hinblick auf die Lichtfeld Technologie abwandeln in „Eine Fotografie enthält mehr als tausend Bilder“.

Die Lichtfeldfotografie war eines der wichtigsten Trendthemen der diesjährigen Messe, das einen Paradigmenwechsel ähnlich der Einführung der Digitaltechnik in die „World of Imaging“ auszulösen verspricht. Mit ihr werden Motive nicht mehr nur zweidimensional abgebildet, sondern durch die zusätzliche Erfassung der Richtung der auf den Sensor fallenden Lichtstrahlen der gesamte vom Objektiv erfasste Raum. So werden Aufnahmen interaktiv erlebbar. Nachträgliche Änderungen von Perspektive, Schärfenausdehnung oder 3D-Präsentationen sind nur ein kleiner Ausschnitt aus den vielen Möglichkeiten dieser neuen Technologie, die endlich den Schritt aus den Forschungslaboren der Wissenschaftler in Kameras des Verbrauchermarkts geschafft hat. Die Möglichkeit Bilder nachträglich zu fokussieren, liefert nun auch die technischen Voraussetzungen, um bei Videobrillen die Dioptrien-Anpassung per Lichtfeldtechnik vorzunehmen oder 3D-Fotos bzw. Living Pictures auf den Smartphone zu präsentieren. Sie gibt Bilder eine interaktive Komponente und erlaubt gleichzeitig die Konstruktion kompakter, hochlichtstarker Objektive mit weniger Komponenten. (Lytro Illum, Lichtfeldkamera für professionelle und semiprofessionelle Nutzung, Halle 5.2 Stand D006)

Kamera-Innovationen für jedes Sensorformat
Der Siegeszug des Smartphones als Allzeit-Dabei-Kamera haben die Kamerahersteller vor neue Herausforderungen gestellt und die Nischen für Kameras entdecken lassen, die den besonderen Bedürfnissen bestimmter Anwendergruppen gerecht wird. Der Trend geht von der Kamera für Alle und Alles, zum passenden Aufnahmegerät für einzelne Anwender und spezifische Aufgaben.

Die Frage, ob ein Smartphone mit integrierter Kamera ausreichend kreativen Spielraum bietet oder eine befriedigende Bildqualität ermöglicht, wird ab der photokina 2014 obsolet. Kameras mit Smartphone-Betriebssystemen mit großen Sensoren, hochwertigen, vielseitigen Objektiven und ausgezeichneten Telekommunikationseigenschaften wird es ebenso geben wie Smartphones mit hervorragenden Kameras. Die neue Kategorie der Kompaktkameras mit Smartphone erlebt einen breiten Markteintritt.

Fotografieren mit System
Zu den wachsenden Kamerakategorien gehören die Systemkameras, die trotz deutlich kompakterer Bauweise alle Vorzüge einer DSLR-Kamera aufweisen. Auch hier hatten alle wichtigen Marktteilnehmer mit innovativen Modellen ihr Produktportfolio erweitern. Sowohl im Einsteiger als auch im professionellen Bereich hat es neue Modelle mit hochauflösenden Four Thirds- (Olympus OM-D E-M1 mit digitaler Shift-Funktion, Halle 2.1, Stand B030), APS-C- (Sony QX1L, Halle 2.1 Stand D020) und Vollformat-Sensoren geben. Zudem werden neue Objektive (Fujifilm X, Halle 4.2,) und innovatives Zubehör (Olympus M.Zuiko Digital 1,4x Teleconverter) die Systeme erweitern. WLAN, WiFi und NFC Schnittstellen werden die kabellose Fernsteuerung der Kameras als Standard ermöglichen und auch den Bildtransfer ohne Kabelverbindung übernehmen.

Neue DSLR-Kameras für das Kleinbild und Mittelformat
In der Digitalfotografie galt 24 x 36 mm Sensorformat lange Zeit als Optimum für die professionelle Fotografie. Es verbindet die Flexibilität eines relativ kompakten Gehäuses mit einer für professionelle Anwendungen notwendigen Bildqualität. Was es in der analogen Fotografie als Kleinbild zunächst schwer hatte sich als Qualitätsstandyard durchzusetzen, wurde in der digitalen Welt zum ‚Vollformat‘. Zur photokina gab es nicht nur für Profis neue Vollformatkameras, auch im Einsteigersegment hat diese Sensorgröße Einzug gehalten (Nikon D750, Halle 4.2).

Miniaturisierung heißt der Dauertrend bei der Weiterentwicklung technischer Produkte. Auch im Bereich der Digitalkameras mit Mittelformat-Sensoren liegen kompaktere und handlichere Modelle im Trend (Pentax 645 Z, Ricoh Halle 2.2). Sensoren mit Auflösungen um die 50 Megapixel (Hasselblad, H5X, Halle 2.1) ermöglichen nicht nur Fotografien mit hoher Brillanz und Farbtreue, sondern sorgen auch für rauscharme Bilder in Situationen mit wenig Licht. Durch schnellere Prozessoren und kürzere Transferraten bei der Bildspeicherung werden mit diesen Kameras nun auch hochwertige Videos in 4K Auflösung und Serienbilder mit kürzesten Bildfolgezeiten möglich, sodass bei Bewegungsstudien keine Phase mehr verloren geht.

Kurze Prozesse
Bildverarbeitungssoftware wird immer komplexer und greift immer stärker in die Bildoptimierung der Aufnahmesysteme ein, weshalb die Hersteller immer einfacher zu bedienende Geräte oder kostengünstigere Komponenten entwickeln können, die das Fotografieren komfortabler und die dafür benötigten High-Tech-Geräte durch mehr Features noch attraktiver machen. Je mehr Rechenprozesse für die Bilderfassung und Optimierung von Foto und Videoaufnahmen erforderlich werden, umso schneller wachsen auch die Anforderungen an die Prozessoren für die kamerainterne Bildverarbeitung. Noch leistungsfähigere Chips und noch raffiniertere Algorithmen beschleunigen die Verarbeitungsabläufe und ermöglichen noch komplexere Aufnahmeverfahren, mit denen sich aus zahlreichen Einzelaufnahmen eine perfekte Fotografie mit brillanten Farben, fein abgestuften Kontrasten und optimaler Schärfe zaubern lassen. Und das Ganze sogar unter ungünstigen Lichtverhältnissen, bei denen bisher jeder seine Kamera beiseitelegte.

Viele Geräte der jüngsten Generation gestatten inzwischen auch komplexere Bildbearbeitungsschritte bereits in der Kamera. Dazu gehört nicht nur die RAW-Entwicklung, Farbanpassung oder Ausschnittwahl, selbst Optimierungen wie die Korrektur der Perspektive sind nun möglich (z. B. Keystone-Shift, Olympus OM-D E-M1, Halle 2.2).

Fotografieren, Filmen, Teilen
Multifunktionalität ist bei den Aufnahmegeräten längst Standard geworden. Mit den modernen Kameras der jüngsten Generation können Anwender fotografieren, filmen, ihre Bilder teilen, drucken und sogar telefonieren. Dabei erreicht die Qualität der Aufzeichnungen von Ton, Video- oder Fotos inzwischen selbst bei den Geräten für private Anwendungen professionelles Niveau. Waren früher jeweils Spezialgeräte erforderlich, um Fotos, Videos oder Ton aufzuzeichnen, wird dafür heute nur noch ein einziges Aufnahmegerät für benötigt. Selbst die Ortsangaben werden in die Aufzeichnungen mit eingebettet.

Immer in Aktion
Als robuste Actioncams in Miniaturbauweise oder als sogenannte Wearables bzw. Foto- und Videobrillen werden Bilderfassungsgeräte zur Schritt auf Tritt-Dokumentation des gesamten Handelns genutzt. Gleichzeitig lassen sich die Aufzeichnungen per WiFi-, NFC, Smartphone und WLAN- Verbindungen mit beliebigen Personen, Gruppen oder auch mit der ganzen Welt teilen. Die neuen WiFi-fähigen Bilderfassungsgeräte ermöglichen die Teilhabe aller an eigenen Erlebnissen und an deren der anderen. Die eigenen Aufnahmen erreichen eine Qualität, wie es zum Teil noch nicht einmal die kommerziellen Medienunternehmen durchgängig bieten. Die Rede ist von den hochauflösenden 4K-Videobildern (Sony, Halle 5.2, Panasonic Halle 3.2), aus denen sich perfekte Schnappschüsse als Einzelbilder herauslösen lassen. Ähnliche Qualität zeigen die faszinierenden HD-Actionfilme, in denen heute jeder seine Abenteuer und Erlebnisse in 3D und atemberaubender Bildqualität festhalten kann (Polaroid Cube, ActionCam in Würfelform Halle 5.2).

Schnellere Speicher mit höheren Kapazitäten
Der Gewinn an Multifunktionalität und Qualität verlangt neben größeren Rechenleistungen und schnelleren Prozessoren der Aufzeichnungsgeräte auch höhere Kapazitäten sowie schnellere Transferraten bei den Speichermedien. Was vor wenigen Jahren noch als Grenze bei den Festplattenkapazitäten sowie bei Schreib- und Lesegeschwindigkeiten galt, wurde inzwischen um ein Vielfaches erweitert. Auf der diesjährigen photokina wurden innovative Speicherkartentypen für kommende Kameragenerationen gezeigt, die neue Dimensionen in der Verarbeitungsgeschwindigkeit eröffnen. Diese führen zu höheren Serienbildgeschwindigkeiten sowie verbesserten Videoeigenschaften auch bei extrem großen Bilddateien (Sandisk 512 GB SD Speicherkarte Halle 2.1 und neue CFast Speicherkarten).

Warum nicht in die Luft gehen
Drohnen sind in der Luftbildfotografie zu unverzichtbaren Werkzeugen geworden, die hochwertige Aufnahmen aus der Vogelperspektive ermöglichen. Neu ist ihr Einsatz auch für die Beleuchtung, wodurch sich sowohl in der künstlerischen Fotografie aber auch für Feuerwehr und Polizei wichtige Anwendungen ableiten lassen.

Die primäre Bildpräsentation für Foto- und Video findet auf den Displays der Aufnahmegeräte statt, die auch als Sucher für die Wahl des Bildausschnitts genutzt werden. Höhere Auflösungen, bessere Kontraste und brillantere Farben auf helleren Monitoren erweitern ihre Nutzung. Hochauflösende Großbildmonitore machen die Projektion zuhause überflüssig. Großprojektion bleibt den großen Räumen vorbehalten, die kaum noch eine Verdunkelung für ein optimales Bilderlebnis erforderlich machen.

Der Druck wächst: Vom Papierbild zu 3D-Objekten
Eine Renaissance erlebt das Bild zum Anfassen, das es vom preiswerten Postkartenabzug über den Posterdruck bis hin zur Fototapete und dem Fotobuch in zahlreichen Varianten gibt. Immer mehr Kamerahersteller bieten ihren Kunden auch Communities und Speichermöglichkeiten in der Cloud an.

Lifestyle und Mode entdecken die Fotografie
Schon immer war die die Fotografie ein optimales Transportmittel für Lebensart und Mode. Nun entdecken immer mehr Hersteller modischer Lifestyle-Produkte auch Fotografen und Fotografinnen als potentielle Kunden. Das äußert sich beispielsweise in einem wachsenden Angebot an Kamerataschen, Rucksäcken und sogar Handschuhen, die nicht nur praktisch sondern auch chic sind. Schon länger kooperiert die Leica Camera AG beispielsweise mit ihrem Ex-Teilhaber Hermes, wenn es um besonders elegante Kamerataschen etwa für Sondereditionen ging. Inzwischen sind auch andere Modemarken Partner der Traditionsmarke bei Kameragurten und Taschen.
Erstmals präsentierte sich die 175 Jahre alte Modefirma Roeckl auf der photokina. Mit einer neuen gemeinsam mit dem Fachbetreuer für professionelle Fotografen Isarfoto Bothe entwickelten Produktlinie mit Kamerataschen und Fotohandschuhen will der Modespezialist Transport und Handhabung von Fotoequipment eleganter machen (Roeckl/Photo, exklusive Kamerataschen und Fotohandschuhe, Halle 2.1).

Bisher für unerreichbar gehaltene Bilderlebnisse versprechen auch die zu erwartenden Fortschritte bei der Sensortechnik. Dazu gehören neben den schon erwähnten Lichtfeldsensoren zur Erfassung von 3D Fotos mit nur einem Objektiv (Lytro Halle 5.2) auch die innovativen Sensoren mit gebogener Oberfläche (Sony, Halle 5.2), durch die sich Abbildungsfehler von Objektiven leichter kompensieren lassen.

Fraglos verändert sich kaum ein Medium so rasant wie die Fotografie. Sie erweitert dabei kontinuierlich ihre Nutzungsmöglichkeiten und beeinflusst gleichzeitig unsere Lebensweise. Dies ist auch die einzige Konstante dieses Mediums, dessen geballte Innovationskraft alle zwei Jahre auf der photokina in Köln ihre Bühne findet.

Die photokina 2014 in Zahlen:
An der photokina 2014 beteiligten sich 1.074 Unternehmen aus 51 Ländern, davon 68 % aus dem Ausland. Darunter befanden sich 236 Aussteller und 109 zusätzlich vertretene Firmen aus Deutschland sowie 516 Aussteller und 213 zusätzlich vertretende Unternehmen aus dem Ausland. Schätzungen für den letzten Messetag einbezogen, kamen zur photokina 2014 rund  185.000 Besucher aus über 160 Ländern.

Die nächste photokina Köln – World of Imaging – findet von
Dienstag, 20. September bis Sonntag, 25. September 2016 statt.

Über photokina

photokina ist die internationale Leitmesse für die gesamte Foto-/Video- und Imagingbranche. Sie ist die einzige Veranstaltung, die übergreifend sämtliche Bildmedien, Imaging Technologien und Märkte abbildet – für Consumer und Professionals gleichermaßen.

Koelnmesse GmbH
Die Koelnmesse führt seit 90 Jahren Menschen und Märkte zusammen. 1924 startete die Erfolgsgeschichte der Kölner Messen mit der Eröffnung der ersten Veranstaltung auf dem Köln-Deutzer Gelände. Im Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit stieg die „Rheinische Messe“ zum Welthandelsplatz auf. Heute verfügt die Koelnmesse über das fünftgrößte Messegelände der Welt und organisiert rund 75 Messen in Köln und weltweit. Im Jubiläumsjahr 2014 trägt die Koelnmesse ihre Geschichte mit zahlreichen Aktionen, mit Publikationen und Ausstellungen in die Öffentlichkeit.

Quelle und weitere Informationen über die photokina finden Sie unter www.photokina.de.

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