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Mit dem Bus nach Cofete

Fuerteventura. Wer die Südspitze und die Westküst von Jandia auf der Insel Fuerteventura erkunden möchte, hat verschiedene Möglichkeiten dies zu tun. Er mietet sich ein Mietwagen oder bucht eine Jeepsafari nach Cofete. Seit dem 1. August 2014 gibt es auf Fuerteventura eine neue Buslinie, die Morro Jable mit Cofete verbindet. Bei dem Linienbus des  Verkehrsunternehmen Tiadhe auf Fuerteventura handelt es sich um ein spezielles Fahrzeug, welches für das Befahren von ungepflasterten Straßen besonders gut geeignet ist. Es kann max. 21 Personen befördern. Der Bus fährt täglich um jeweils 10:00 Uhr und 14:00 Uhr an der Busstation von Morro Jable ab. Er fährt bis zur Playa de Cofete und fährt dann anschließend in den Süden, über Puerto de la Cruz zum Faro Punta de Jandía. Rückfahrt Faro Punta de Jandia um 12.00 Uhr und 16.00 Uhr über  Playa de Cofete um jeweils 12:45 Uhr und 16:45 Uhr. Der neue Bus-Service verfolgt nicht nur allein das Ziel, eine notwendige öffentliche Transportmöglichkeit für Anwohner und Besucher dieser Gegend zu schaffen, sondern auch eine umweltfreundliche Alternative zu bieten und den Durchgangsverkehr einzelner Fahrzeuge zu reduzieren. Mit 21 Plätzen und einer behindertengerechten Ausstattung bietet der Bus eine bequeme Transportmöglichkeit, mit der auch problemlos Schotterpisten befahren werden können. Das auf den Kanaren einzigartige Fahrzeug funktioniert mit seinem informativen Videosystem außerdem als Guide durch die natürliche Umgebung, der die Passagiere über die umliegenden Naturschätze informiert und Tipps zum Umweltschutz bereithält.

 

Der Fahrpreis pro Person und Strecke beträgt 2,50 Euro.

Flyer des Verkehrsunternehmen Tiadhe

Flyer des Verkehrsunternehmen Tiadhe

Flyer des Verkehrsunternehmen Tiadhe

Flyer des Verkehrsunternehmen Tiadhe

Im Untergeschoß des Cosmo Shopping Center in Jandia befindet sich das Touristeninformationsbüro Oficina de Información Turistica del Municipio de Pajara. Es hat montags bis freitags von 9.00 bis 15.00 Uhr geöffnet. Hier bekam ich auf Nachfrage diesen Flyer des Verkehrsunternehmen  Tiadhe über die neue Buslinie, die Morro Jable mit Cofete verbindet.

 

Die Busstation in Morro Jable  befindet sich auf der Calle Cervantes. Es ist das große Gebäude in der Mitte mit dem rötlichen Dach.

 

"Estación de Guaguas Morro Jable"  

Morro Jable. Nach der offiziellen Einweihungsfeier am 24. März 2015 ging die fast übertrieben groß wirkende Busstation von Morro Jable mit der Abfahrt der ersten öffentlichen Busse in Betrieb. Viele Anwohner und wohl auch einige Touristen aus der gesamten Gemeinde Pájara kamen am Abend zusammen, um bei der Eröffnung der knapp zwei Millionen teuren Einrichtung dabei zu sein. Auf dem öffentlichen Platz des großflächigen Gebäudedachs begann die performancereiche Tour durch die Einrichtungen der Busstation, die vom Präsidenten der Inselverwaltung, dem Gemeindebürgermeister von Pájara und der Beauftragten für Umweltschutz und Transportwesen angeführt wurde.

In der Transporthalle, die Platz für 270 Personen bietet, wurde unter anderen eine Vorführung präsentiert, bei der es um die Geschichte des Verkehrswesens auf Fuerteventura ging.Die gigantische Station zählt 16 Bussteige, um die verkehrenden Busse in der großen Wartehalle zu parken. Neben einem Informationsbüro, Büroräumen für die einzelnen Bus- und Taxiunternehmen und einer Cafeteria, bietet der öffentliche Platz inklusive Bühne auf dem Gebäudedach sowie auch die multifunktionelle Halle Platz für kulturelle Events in der Umgebung.

Insgesamt mehr als fünf Millionen Euro steckte die Inselverwaltung in den letzten fünf Jahren nun schon in die vollständige Neu-Überholung des Transportwesens. Neben den Busstationen in Morro Jable und Puerto del Rosario wurden außerdem fünf neue Haltestellen errichtet, darunter die drei bereits in Betrieb genommenen Stationen in Gran Tarjal, der Costa Calma und Caleta de Fuste sowie die neu eingerichteten Haltestellen in Corralejo und El Cotillo, die in Kürze geöffnet werden sollen. Außerdem reicht die öffentliche Verkehrsanbindung der Insel seit der erfolgreichen Inbetriebnahme des neuen „Geländewagen-Busses“ zum ersten Mal bis nach Cofete und Punta de Jandía, sodass der Bustransport nun beide Inselenden miteinander verbindet.

 

Die Busstation in Morro Jable  befindet sich auf der Calle Cervantes, wenn man von Jandia kommt, letzter großer Kreisel, Richtung Hafen (Puerto), die erste Ausfahrt raus und dann nach ca. 200 Meter, auf der rechten Seite.

 

 

"Estación de Guaguas Morro Jable"

 Fahrplan und Fahrstrecke:

Nach dem Start um 10.00 Uhr an der Busstation in Morro Jable lautet die Haltestellenanordnung also wie folgt: Muelle de Morro Jable, Cementerio, Gran Valle, Cofete, Playa de Cofete, Puertito de la Cruz und schließlich Faro de Jandía.  Die Rückfahrt erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.

Der Fahrpreis pro Person und Strecke beträgt 2,50 Euro.

Hinfahrt

Morro Jable>>>Cofete>>>Faro de Jandia
Todos los dias Morro Jable (Estacion de Guaguas) 10:00 Uhr 14:00 Uhr
Every day Muelle    
Täglich Cementerio    
  Gran Valle    
  Cofete    
  Playa de Cofete  ca. 10:45 Uhr  ca. 14:45 Uhr
  Puertito de la Cruz    
  Faro de Jandia  ca. 11:15 Uhr  ca. 15:15 Uhr
       

Rückfahrt

Faro de Jandia>>>Cofete>>>Morro Jable
Todos los dias Faro de Jandia 12:00 Uhr 16:00 Uhr
Every day Puertito de la Cruz    
Täglich Playa de Cofete ca.  12:45 Uhr  ca. 16:45 Uhr
  Cofete    
  Gran Valle    
  Cementerio    
  Muelle    
  Morro Jable (Estacion de Guaguas) ca. 13:30 Uhr  ca. 17:30 Uhr
   

 Stand: Juni 2015

Quelle und weitere Informationen über das Verkehrsunternehmen Tiadhe unter  www.tiadhe.com/de/index.php

Fahrplan nach Cofete unter   www.tiadhe.com/rutas/Cofete.htm

Der Bus steht auf seinem Stellplatz innerhalb der "Estacion de Guaguas de Morro Jable"  und fährt auch von hier aus los.

 Start: 10.00 Uhr  Busstation in Morro Jable

Bar-Cafeteria EL MUELLE im Hafen von Morro Jable

Bushaltestelle EL MUELLE im Hafen von Morro Jable

Abzweig am Hafen von Morro Jable nach Cofete

Richtung Süden

Vorbei am Cementerio  (Friedhof von Morro Jable)

Die asphaltierte Straße reicht bis zum Friedhof. Dann geht sie in einen holprigen Schotterweg über. Wir fahren nun ca. 12 km durch eine bizarre Landschaft die ihre Reize in der Abgeschiedenheit hat.

Parkplatz vor dem Tal Gran Valle

Wandertipp: Wanderung durch das Tal Gran Valle nach Cofete

Nach ca. drei Kilometern erreichen wir auf der rechten Seite ein Parkplatz. Von hier aus kann man den mittlerweile restaurierten Wanderweg durch das „Gran Valle“ (Großes Tal) gehen. Der Wanderweg durch das Tal Gran Valle über die Passhöhe Degollada de Cofete bis hin zur kleinen beschaulichen Bauernsiedlung Cofete ist für Natur- und Wanderfreunde bestens geeignet.

Oben auf der 360 m hohen Passhöhe angekommen, präsentiert sich dem Wanderer ein spektakulärer Weitblick über die weite Westküste von Fuerteventura. Der uralte Pfad führt die Wanderer durch den steinigen Barranco Gran Valle im Naturpark Jandia, entlang des 683 m hohen Bargmassivs Fraile in Richtung des 12 bis 14 Millionen Jahre alten Bergmassivs Jandia mit dem höchsten Berg auf Fuerteventura. Hier, im Gran Valle, befinden sich alte verlassene kleine Wohnhäuser von der nahen Ziegenfarm. Entlang des Wanderwegs gedeiht spärrlich der kanarische Cardon de Jandia und der Dornenlattich, ebenso wie das kanarische Sternauge, die Kanaren Wolfsmilch und der Strauchtabak. Haben Sie das weite Tal durchwandert, beginnt der alte Passweg zur Degollada de Cofete. Diesen haben bereits, vor vielen Jahren, die Ureinwohner genutzt um vom Westen nach Morro Jable zu kommen. Oben auf der Passhöhe angekommen, entdeckt man mit Glück an den Berghängen kreisende Schmutzgeier. Die mittlerweile vom Aussterben bedrohte Vogelart Guirre (Neophron percnopterus majorensis) steht unter Naturschutz und genau ihretwegen wurde der Naturpark Jandia zu einem Vogelschutzgebiet auf Fuerteventuraerklärt.

Das Vogelschutzprojekt nennt sich ZEPA und wurde im Jahr 2004 gegründet um die Guirre vor dem Aussterben zu retten. Aber auch der Wüstenfalke, der Wüstengimpel, der Kanarenschmätzer und der Turmfalke sind dort, im Naturpark Jandia, zu Haus. Auf der Passhöhe befindet sich übrigens kein Rastplatz. Trotzdem lohnt sich der Aufstieg dennoch, da sich die rauhe Westküste Fuerteventuras in ihrer ganzen Schönheit, mit Blick auf die kleine Insel El Islote, zeigt. Bei guter Sicht erkennt man von der Passhöhe die nah gelegene Villa Winter. Da die Gegend an der Westküste ziemlich rau sein kann muss man mit wolkenverhangenden Bergkämmen und schlechter Sicht rechnen. Nun geht es steil den Wanderweg hinunter, weiter Richtung der idyllischen und verlassen wirkenden Bauernsiedlung Cofete.

Unten angekommen zweigt ein anderer Wanderweg Richtung Casa de Gustav Winter ab. Wer jetzt noch Lust hat ungefähr 30 Minuten weiter zu wandern durchquert eine öde anmutende Steinlandschaft, die aber einen tollen Blick auf den Playa de Cofete bietet. In Cofete selbst befindet sich, für die hungrigen und durstigen, das Restaurante Cofete . Ziel erreicht. Die Wanderroute ist ca. 6.5 km lang und dauert je nach Kondition 3 bis 5 Stunden. Der Wanderer hat nun die Möglichkeit für die Rückfahrt die  neue Buslinie, die Morro Jable mit Cofete verbindet zu benutzen. Der letzte Bus fährt um 16.45 Uhr von der Bushaltestelle am Parkplatz an der Playa de Cofete ab zurück nach Morro Jable.

Parkplatz vor dem Gran Valle

Finca

Abzweig nach Cofete

Wir kommen nun zu einer Weggabelung. Links geht es nach "Puerto de la Cruz (Puertito)" und zum "Punta de Jandía", rechts geht es nach "Cofete". Ab hier fahren wir dann noch 8,2 km entlang an den Bergen von Jandia.

Wir erreichen die Passhöhe am Aussichtspunkt Mirador de Barlovento

Ein Blick zurück

Aussichtspunkt Mirador de Barlovento

Aussichtspunkt Mirador de Barlovento

Von dort hat man einen wunderschönen Ausblick auf die Playa de Cofete, den man nicht verpassen sollte!


 

Playa de Cofete auf Fuerteventura

 

Ab hier führt die Straße am Rande der Berge entlang runter nach Cofete. An unübersichtlichen, engen Kurven, kann immer mal unerwartet Gegenverkehr entgegen kommen. Bei den Innenkurven ist die Straße breiter und der Gegenverkehr macht Platz. Die Aussenkurven dagen sind schmaler, da wir es hier oft sehr eng, und der Abgrund neben der Straße ist doch sehr steil und tief. Aber unser Busfahrer kennt die Strecke, er fährt die Strecke täglich viermal runter nach Cofete und viermal wieder rauf.

 

 

 Cardon de Jandía (Euphorbia handiensis)

Hier wachsen ganze Kolonien der Jandía-Wolfsmilch, cardón de Jandía das botanische Aushängeschild Fuerteventuras. Dieser kaktusähnliche Wolfsmilch ist endemisch und wächst nur auf der Jandia-Halbinsel und sonst nirgendwo auf der Welt.

Cofete

 

 

 

Cofete besteht nur aus wenigen, flachen aus Naturstein errichteten Häuschen. Viele von ihnen sind nur zeitweise bewohnt.

Bushaltestelle vor dem Restaurante Cofete

Restaurante Cofete

Die Geschichte des Weilers Cofete und seines Friedhofs.

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts wurde die unbewohnte Halbinsel Jandia als Weidegebiet genutzt, auf welches die Inselbewohner ihr Vieh seit Urgedenken trieben. Im Jahr 1816 legten die Pächter dieses Weidegebiets Kolonien in Cofete an und legten damit den Grundstein für die erste historische Siedlung Jandias. Sie begannen mit der landwirtschaftlichen Nutzung dieses Landstrichs, indem sie Getreide, wie Weizen, Roggen und Hopfen anpflanzten, sowie Gemüse und einige Obstbäume.

Im Jahre 1823 zählte dieser Weiler ungefähr 28 Nachbarn, abgesehen von den zahlreichen Hirten und "Orchilleros" *, die dort zeitweise lebten.

Am 29. September des Jahres 1838 hörte man die erste Messe auf diesem Weideland von Jandia, und zwar in dem Oratorium das unter der Anrufung des Heiligen Michaels und Heiligen Johannes geschaffen worden war. Seitdem feiern die Bewohner Cofetes den Johannestag als Volksfest mit Begleitung traditioneller Folkloremusik.

Im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts kommt es zur stärksten Entwicklung des Weilers, welche dazu führt, dass im Jahre 1834 ihn etwa 67 Personen bewohnen.

Der Friedhof von Cofete wurde allmählich ausgebaut, der Notwendigkeit gehorchend, die Verstorbenen des Dorfes zu begraben da es der hohen Entfernung und unausgebauten Wege wegen sehr schwierig war, nach Pajara zu gelangen, wo sich der Pfarrer und die Pfarrgemeinde befanden. Der Weiler Cofete hatte zu Ende des 19. Jahrhunderts nur noch wenige Zukunftsperspektiven, und die Bewohner, von mehreren Jahren Dürre geplagt, begannen, nach Morro Jable und Puerto de la Cruz umzusiedeln.

Der Rückzug des Weilers geschah langsam und zog sich bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts. 1950 zählte man nur noch 6 Familien, die sich der Landwirtschaft, Viehhaltung und der Verbrennung von Kalk in zwei noch existierenden Öfen widmeten.

1960 verschwindet Cofete als Dorf aus den offiziellen Registern.


* " Orchillero " bezeichnet die Person, die sich dem Sammeln der Moospflanze " Orchilla " widmete eine Pflanze, die auf Fels wächst, von diesem kaum zu unterscheiden, und früher unter hohen Gefahren gepflückt wurde, da sie zur Purpurgewinnung vermarktet wurde.

Der Weiler Cofete

Parkplatz an der Playa de Cofete

Nach 45 Minuten Fahrzeit erreichen wir den Parkplatz an der Playa de Cofete. Ich habe jetzt rund zwei Stunden Zeit die Playa de Cofete zu erkunden, wenn ich den Bus um 12.45 Uhr zur Rückfahrt nehme. Der Bus fährt jetzt weiter in den Süden, über Puerto de la Cruz zum Faro Punta de Jandía.

 

Bushaltestelle am Parkplatz an der Playa de Cofete

Der Friedhof von Cofete

An der einsamen, kaum bebauten Südwestküste von Fuerteventura liegt eine Häuseransammlung mit dem Namen Cofete. Von Tourismus keine Spur. Arme Bauern, einige entwurzelte Zugewanderte hausen hier in ärmlichen Hütten, die sich an den Gebirgshang des Monte Jandia lehnen.

Nahe dieser Armut dann ein wildromantischer-bezaubernder Atlantikstrand mit feinem, gelben Sand. Der stete Nordostpassat erzeugt meterhohe Wellen, die sich hier in brausender Brandung brechen.

Knapp 100 Meter von dieser Gischt entfernt liegt verloren der Friedhof von Cofete. Einheimische, Vagabunden, Ertrunkene und Angeschwemmte liegen hier begraben: Ein Loch im Dünensand, ein Hügel aus Vulkangestein, ein notdürftiges Holzkreuz aus Kistenbrettern; vereinzelt ein Name. Über alles braust in unterschiedlichen Stärken, aber regelmäßig der Nordost-Passat, verweht mit dem Strandsand die Gräber und bildet kleine Dünen in jeder Grabstelle. Ein Bild der Verlorenheit – aber auch der Romantik. Die Spuren im feinen Sand verweht augenblicklich der Wind, man ist mit den einsamen Toten allein. Ein Symbol der Vergänglichkeit menschlichen Lebens!

Der Friedhof von Cofete

Der Friedhof von Cofete

Der Friedhof von Cofete

Der Friedhof von Cofete

Gedenktafel der Verstorbenen am Friedhof von Cofete

Der Friedhof von Cofete

Der Friedhof von Cofete

Der Friedhof von Cofete

Grabstätte auf dem Dünen-Friedhof bei Cofete

Der Friedhof von Cofete

Der Friedhof von Cofete

Der Friedhof von Cofete

Oft hängen dichte Wolken an den Berghängen fest, so dass die Sonne hier öfter über den Wolken versteckt bleibt. Doch auch die indirekte Sonnenstrahlung ist nicht zu unterschätzen.

Villa Winter

Die Villa Winter (span. Casa Winter) ist ein Anwesen nahe dem Ort Cofete an der Westküste der Halbinsel Jandía auf der zu Spanien gehörenden Kanarischen Insel Fuerteventura.

Die Villa wurde nach dem 1893 in Neustadt im Schwarzwald geborenen deutschen Ingenieur Gustav Winter benannt und ist von Gerüchten und Mysterien umgeben. Das 1936 errichtete Haus besteht aus zwei Stockwerken, einem Turm in nordöstlicher Richtung und einer teilweise verschlossenen Unterkellerung. In manchen Reiseführern wird es auch als „Feriendomizil eines deutschen Generals“ erwähnt.

Gustav Winter arbeitete seit 1915 in Spanien und war an verschiedenen Projekten auf Gran Canaria und Fuerteventura beteiligt. Die gängigen Spekulationen über die Aufgaben des Gustav Winter und die Funktion der Finca in Cofete sind:

  • Errichtung eines geheimen U-Boot-Hafens während des Zweiten Weltkrieges
  • Vorübergehende Unterbringung von Nazigrößen und deren Transport nach Südamerika zum Ende bzw. nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges.

Alle seriösen Recherchen deutscher und spanischer Journalisten haben keine dieser variantenreichen Spekulationen beweisen oder aber widerlegen können. Alle Indizien wie angeblich überdicke Wände, „heidnische“ Schnitzereien, überdimensionierte Stromleitungen und wunderliche Turmbauten lassen sich auf normale zeitgenössische Bauweisen eines deutschen Ingenieurs sowie damalige technische Verfügbarkeiten zurückführen. Insbesondere im Dachgeschoss finden sich typisch süddeutsche Holzkonstruktionen, wie sie damals im Schwarzwald üblich waren und in dieser Form auf den gesamten kanarischen Inseln einzigartig sind.

Angaben Winters in einem 1971, kurz vor seinem Tod, der Illustrierten „Stern“ gegebenen Interview nähren jedoch seither die Spekulationen: darin gab er als Erbauungszeitpunkt der Villa das Jahr 1958 an. Als Begründung der extrem abgelegenen und schlecht erreichbaren Lage führte er an, ein Naturliebhaber zu sein. Auch seine Bestrebungen, eine Tomatenplantage errichten zu wollen, erscheinen aufgrund der Unwirtlichkeit der Gegend und des natürlichen Wassermangels zumindest fragwürdig. Keine Erklärung wurde für das etwa 12 km westlich gelegene Flugfeld gefunden.

Alle von Zeitzeugen belegten und heute noch nachvollziehbaren Motive sind landwirtschaftliche Aktivitäten an der West- und Ostküste. Des Weiteren zeichnete Winter für den Bau einer Straße von der Ostküste, beginnend zwischen der Costa Calma und Jandía, in Richtung Westküste verantwortlich. Der Bau dieser auch heute noch befahrbaren, teils asphaltierten Straße, die sich heute auf Privatgrund befindet, wurde aber nur bis zum Sattel des Bergzuges ausgeführt. Ein Abstieg nach Westen wurde nicht realisiert.

In wessen Eigentum die Villa Winter und die umliegenden Ländereien heute stehen, ist wegen der eigentümlichen spanischen Registerbestimmungen nicht genau nachvollziehbar. Die Villa wurde in den 1990er Jahren von der spanischen Baugesellschaft Lopesan S.A. erworben. Die Rechtmäßigkeit der Verträge ist strittig, da Nachfahren von Gustav Winter ebenfalls Anspruch auf das Land sowie die Villa anmelden. Diese gehen davon aus, dass die Villa und die umliegenden Ländereien auch über die Lebenszeit Gustav Winters hinaus vererbbar sind.

Die Gemeinde Pajara hat das Anwesen den Winter-Erben mittlerweile abgekauft und inzwischen teilweise zur Besichtigung freigegeben. Besichtigt werden kann der Innenhof und ein Teil des Gebäudes. Hier werden allerlei landwirtschaftliche Gerätschaften ausgestellt, die u. a. zur Herstellung von Ziegenkäse verwendet wurden.

Quelle: Wikipedia

Villa Winter

Roque del Moro

Am Ende des Barranco de Agua Oveja am linken Ende des Strandes steht er dann, der " Roque del Moro ". Millionenfach fotografiert und auf unzähligen Postkarten abgebildet.

Ein Blick vom Pico de la Zarza (807m) auf die Südwestspitze (Punta Pesebre), im Vordergrund die Villa Winter und in der Mitte der Ort Cofete

Südwestspitze (Punta Pesebre) und der Felsen Roque del Moro

    Parkplatz neben dem Friedhof an der Playa de Cofete

Playa de Barlovento mit der Felseninsel "El Islote de Cofete"

Ein Blick vom Pico de la Zarza (807m) auf die Playa de Barlovento und Richtung Norden der Ismo de La Pared

Zusammen mit der weiter östlich gelegenen Playa de Barlovento bildet die Playa de Cofete eine einzigartige, rund 10 km lange und ca. 60 m breite, unter Naturschutz stehende Strandlandschaft. Die beiden Strände werden durch die Felsklippe El Islote voneinander getrennt.

Das Baden ist hier, wie an der gesamten Westküste, sehr gefährlich. Die fast immer vorhandene starke Brandung und unberechenbare Unterströmungen bringen jeden Schwimmer in Lebensgefahr. Selbst wer nur einige Meter weit ins Wasser geht, spürt die unbändige Gewalt und den Sog der hereinbrechenden Wellen.

Da die Playa de Cofete wegen der starken Brandung nicht zum Baden geeignet ist, eignet sich der Strand eher für lange Spaziergänge, bei denen man die eindrucksvolle Atlantik-Atmosphäre in Ruhe auf sich wirken lassen kann.

Besonders bei Ebbe lässt es sich hier wunderbar wandern. Selbst mittags im prallen Sonnenschein kommt man nicht ins Schwitzen. Das fast ständig wehende Lüftchen und die Fußkühlung durch den angenehm warmen Atlantik sorgen dafür.
Der Strand wirkt einsam und menschenleer und strahlt mit einer bis zu 800 Meter hohen Bergkulisse an denen die Wolken hängen bleiben etwas Mysteriöses aus. Wegen der hohen Wellen ist die Playa de Cofete zwar kein Badestrand im klassischen Sinne, dennoch lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall. Naturliebhaber werden von dieser praktisch unberührten Landschaft begeistert sein.

Playa de Cofete - Blick nach Norden

 

Playa de Cofete - Blick nach Süden

Playa de Cofete - Blick nach Norden

Bis zu 800 Meter hohe Bergabhänge säumen große Teile dieses Küstenbereichs. Die daraus entstehende Optik in Kombination mit der idyllischen Ruhe des goldgelben Sandstrands lassen ein unvergessliches Panorama entstehen, welches besonders Naturliebhaber magisch anzieht.

 

 

 

12.35 Uhr. Vom Strand aus sehe ich den Bus zurück kommen der sich auf der Rückfahrt vom Faro Punta de Jandia und  in wenigen Minuten den Parkplatz an der Playa de Cofete erreicht.

Rückfahrt: 12.45 Uhr

 

 Aussichtspunkt Mirador de Barlovento

 

 Hafen von Morro Jable

Wir erreichen gegen 13.30 Uhr die Bushaltestelle am Hafen von Morro Jable.

Fazit:

Der neue Bus-Service verfolgt nicht nur allein das Ziel, eine notwendige öffentliche Transportmöglichkeit für Anwohner und Besucher dieser Gegend zu schaffen, sondern auch eine umweltfreundliche Alternative zu bieten und den Durchgangsverkehr einzelner Fahrzeuge zu reduzieren. Ein sehr schöner Ausflug, der mir viel von der Ruhe und der Weite Fuerteventuras vermittelt hat. Ein perfekter Urlaubstag.

Location: Morro Jable und Cofete, Jandia, Insel Fuerteventura (Spanien)

Kamera: Casio Exilim Hi-Zoom EX-H10

und Panasonic  LUMIX Digitalkamera DMC-TZ61

Datum: Juni 2015

 

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