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Faro Punta de Jandía

Fuerteventura ist ohne Zweifel die wildeste und unberührteste Insel der Kanaren. Die Insel der Stille spaltet oft die Gemüter. Es heißt, nach Fuerteventura kommt man einmal und nie wieder oder immer wieder. Ein sehr schöner und interressanter Ausflug auf Fuerteventura ist die Fahrt zum Leuchtturm Faro de Jandia am südwestlichsten Punkt der Insel. Ein Besuch des Leuchtturms lohnt sich allemal und der Ausblick auf das Meer ist dort sehr beeindruckend. Wenn man zur richtigen Jahreszeit dort ist, kann man wohl auch beobachten wie zwei verschiedene Meeresströme aufeinander treffen und das Wasser sich an der Stelle auftürmt.

Während meines Aufenthalts auf Fuerteventura, erkundete ich Fuerte auf eigene Faust und lernte so den südlichsten Zipfel von Fuerteventura kennen.

Wer die Punta de Jandia auf der Insel Fuerteventura erkunden möchte, hat verschiedene Möglichkeiten dies zu tun. Er mietet sich ein Mietwagen oder bucht eine Jeepsafari. Seit dem 1. August 2014 gibt es auf Fuerteventura eine neue Buslinie, die Morro Jable mit Cofete und Punta de Jandia verbindet. Bei dem Linienbus des  Verkehrsunternehmen Tiadhe auf Fuerteventura handelt es sich um ein Mercedes Unimog Geländewagen, welcher für das Befahren von ungepflasterten Straßen besonders gut geeignet ist. Er kann max. 21 Personen befördern. Der Bus fährt täglich um jeweils 10:00 Uhr und 14:00 Uhr an der Busstation von Morro Jable ab. Er fährt bis zur Playa de Cofete und fährt dann anschließend in den Süden, über Puerto de la Cruz zum Faro Punta de Jandía. Rückfahrt Faro Punta de Jandia um 12.00 Uhr und 16.00 Uhr über  Playa de Cofete um jeweils 12:45 Uhr und 16:45 Uhr. Der neue Bus-Service verfolgt nicht nur allein das Ziel, eine notwendige öffentliche Transportmöglichkeit für Anwohner und Besucher dieser Gegend zu schaffen, sondern auch eine umweltfreundliche Alternative zu bieten und den Durchgangsverkehr einzelner Fahrzeuge zu reduzieren. Mit 21 Plätzen und einer behindertengerechten Ausstattung bietet der Bus eine bequeme Transportmöglichkeit, mit der auch problemlos Schotterpisten befahren werden können.

Der Fahrpreis pro Person und Strecke beträgt 2,50 Euro. (Stand Juni 2015)

Von Morro Jable aus führt eine 24 Kilometer lange und kurvige Schotterpiste zum Faro Punta de Jandia und nach Cofete. Auch wenn die Straße ziemlich holprig, steil und eng ist, der Geländebus ein Mercedes Unimog Allrad mit Kabinenaufbau bringt dich bis zu dem südlichten Punkt von Fuerteventura.

"Estación de Guaguas Morro Jable"

Die Busstation in Morro Jable  befindet sich auf der Calle Cervantes, wenn man von Jandia kommt, letzter großer Kreisel, Richtung Hafen (Puerto), die erste Ausfahrt raus und dann nach ca. 200 Meter, auf der rechten Seite.

Nach dem Start um 10.00 Uhr an der Busstation in Morro Jable lautet die Haltestellenanordnung also wie folgt: Muelle de Morro Jable, Cementerio, Gran Valle, Cofete, Playa de Cofete, Puertito de la Cruz und schließlich Faro de Jandía.  Die Rückfahrt erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.

Zuerst ist die Straße noch asphaltiert doch das ändert sich nach etwa 1 km. Von da an geht es über eine manchmal etwas ruppige Piste weiter.

Nach einiger Zeit wird die Strasse allerdings zu einer holprigen und kurvenreichen, jedoch befestigten, Schotterpiste. Die 20 Kilometer lange Strecke führt durch das beeindruckende Naturschutzgebiet Parque Natural de Jandia, entlang des Bergmassivs Jandia. Der Parque Natural de Jandía geht von der Landenge Istmo de La Pared bei Costa Calma bis hin zum Punta de Jandía, hier markiert ein Leuchtturm den südwestlichsten Punkt der Halbinsel. Entlang der Halbinsel erstreckt sich ein Höhenzug, sein höchster Punkt ist der 807 m hohe Pico de la Zarza (oder auch Jandía). Dieser Höhenzug bewirkt, dass die Touristenorte an der Südküste windgeschützt sind, dagegen ist die Playa de Cofete auf der Nordwestseite dem Wind und den Strömungen ausgesetzt. Der Bewuchs dieser felsigen Region besteht hauptsächlich aus Kanaren-Wolfsmilch und anderen dornigen Pflanzen, dazu gehören Stechginster und Bockdorne, aber auch Mittagsblumen. Ebenso haben sich aus Südamerika eingeschleppte Arten wie Strauchtabak verbreitet. Landwirtschaftliche Nutztiere sind in erster Linie die allgegenwärtigen Ziegen, es gibt auch Schafe und einige wilde Esel.

Fast täglich wird die Schotterpiste von Mitarbeiter des Cabildo von Fuerteventura mit Tankwagen benetzt und dann neu befestigt.

Zur linken Seite präsentiert sich der Atlantik, mit seinen einsamen Buchten, von seiner schönsten Seite. Vereinzelt führen kleine Autopisten zu den teils menschenleeren Strandbuchten.

 

Nachdem der Bus die Fahrgäste an der Playa de Cofete abgeladen hat, fährt er weiter Richtung Süden über Puertito de la Cruz und schließlich zum Faro de Jandía.

 

Rechter Hand sieht man kahle Berge, die von allerlei wilden Ziegen und Schafen bewandert werden.

Schon von weitem fällt das Windrad auf bei  dem Örtchen Puertito de la Cruz

Die Punta de Jandía mit dem Örtchen Puertito de la Cruz ist nicht der südlichste, wohl aber der westlichste und abgelegenste Zipfel Fuerteventuras, erreichbar nur über eine 20 km lange Schotterstrasse ab Morro Jable, die "am Ende der Welt" wieder in schmale Asphaltpisten übergeht. Diese sind das Resultat einer Verordnung, wonach die Zufahrt zu jedem Leuchtturm auf einer Strecke von 2 km befestigt sein muss.

In Puertito de la Cruz gibt es ein paar Häuser, ein Windrad, ein kleines Restaurant und eine Art Campingplatz die zwischen der Piste und dem Meer liegen.

Schon von weitem fällt das Windrad auf — ein mit Mitteln der EU gefördertes, erfolgreiches Experiment, bei dem Stromerzeugung und Meerwasserentsalzung teils auf Wind- teils auf Dieselbasis gekoppelt sind.

Campingplatz im Örtchen Puertito de la Cruz

Camping an der Südspitze von Fuerteventura nahe dem Punta de Jandia

Restaurante Punta de Jandia im Örtchen Puerto de la Cruz

Etwa 1 Kilometer weiter hinter Puertito de la Cruz ist dann am Faro Punta de Jandia die südwestlichste Ecke Fuerteventuras erreicht. 

 

 Karte Halbinsel Jandia - Fuerteventura

 

Aber auch geführte Inseltouren mit der Jeepsafari oder Quadtouren zur Punta de Jandia sind ein tolles und unvergessliches Erlebnis.

Ankunft Faro Punta de Jandia: ca. 11:15 Uhr

Bushaltestelle am Faro de Jandia

Am Leuchtturm El Faro de Jandía angekommen, erwartet den Besucher spektakuläre Aussichten auf das Meer und seine Brandung. Der Leuchtturm selbst ist hübsch und hält in seinem Inneren ein kleines Museum bereit, welches dem Besucher einiges an Wissen rund um das Naturschutzgebiet Jandía vermittelt. Im Sommer 2009 wurde der Faro de Jandia frisch renoviert und für den Tourismus und die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Am Leuchtturm selbst befinden sich Toiletten, windgeschützte Sitzgelegenheiten und das Centro de Interpretacion Parque Natural de Jandia. In dem Museum befinden sich unter anderem die Überreste eines gestrandeten Pottwals. Das Informationszentrum des Naturparks Jandía erstreckt sich über fünf Bereiche, die sich durch Farben voneinander unterscheiden. Folgende Themen werden darin detailliert beschrieben:

Bereich 1 (oranger Saal): Auf den 14318,5 Hektar des Naturparks von Jandía ballen sich alle Lebensraumarten Fuerteventuras. Die geologischen Eigenschaften dieser Zone werden daher in diesem Raum beschrieben.

Bereich 2 (grüner Saal): Vegetation und Flora. Eben wegen der Vielfalt der Habitate gibt es im Park eine sehr vielfältige Vegetation: Halophile Vegetation, Sandpflanzen, Dickicht aus Gänsefußgewächsen, Reste thermophilen Walds, hydrophyte Vegetation, marine Vegetation usw. neben so wichtigen Spezies wie die Säuleneuphorbien, die Wolfsmilchgewächse und viele andere. Folglich werden wir die diesem Teil des Zentrums die Vegetation und die Fauna der Zone finden.

Saal 3 (grauer Saal): Medienraum: In diesem finden wir schöne Bilder des Parks und der Programme, die in ihm entwickelt werden, Informationen über Fuerteventura als Biosphärenreservat usw.

Bereich 4 (blauer Saal): In diesem Teil des Zentrums finden wir Informationen zu Vögeln, Reptilien, Bodenfauna, wirbellose Land- und Meerestiere usw. Es wird mit besonderem Nachdruck auf jene Spezies hingewiesen, die auf der Insel oder dem Archipel beheimatet sind.

Bereich 5 (brauner Saal): Für Informationen zu Seezeichen und insbesondere den Leuchtturm von Punta de Jandía vorgesehen, denn dieses Gebäude beherbergt dieses Informationszentrum. Außerdem werden Informationen zu der Gegend gesammelt, in dem es sich befindet.

Öffnungszeiten: Dienstags bis samstags von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr.

Leuchtturm Punta de Jandia

Position: 28° 03,8′ N / 14° 30,3′ W

Internationale Reg. Nr.: D 2790

Tragweite: weiß 22 sm

Erbaut: 1865

Turmhöhe: 19 m

Feuerhöhe: 32 m

Der Leuchtturm Faro de Jandia an der Punta de Jandia ist seit 1864 im Betrieb und bis heute noch aktiv und voll funktionstüchtig.

Bei gutem Wetter und klarer Sicht können Sie von hier bis nach Gran Canaria blicken. Das Baden sollten Sie allerdings hier im Meer vermeiden, da die Unterwasserströmungen und die Brandungswellen sehr stark sind und lebengsgefährlich sein können.

 

Küste an der Punta de Jandia bei Ebbe.

An zahlreichen Punkten der Küste trifft man auf Angler.

 

 

 

Etwa 150 m vom Leuchtturm entfernt befindet sich ein Vermessungspunkt.

Blick zur Punta Pesebre am nordwestlichen Punkt.

Besonders eindrucksvoll an der Punta de Jandia ist das Meer, wenn es mit einem Schauspiel besonderer Art aufwartet. Oft bläst ein starker ablandiger Wind gegen die von Westen aus der Weite des Ozeans anbrandenden Wellen, so dass über ihren Kämmen regenbogenfarbene Lichtbögen entstehen. Baden oder gar Schwimmen ist wegen der Strömungsverhältnisse an der Inselspitze selbst bei ruhiger See lebensgefährlich.

Steinherzen am Faro Punta de Jandia - Als kleines Schmankerl kann man noch von verliebten Pärchen aus Stein gelegte Herzen anschauen, oder selber eines legen.

 

Blick vom Faro de Jandia auf das Fischerdorf Puertito de la Cruz

 

Abfahrt am Faro Punta de Jandia um 12:00 Uhr.

Die Rückfahrt am Faro Punta de Jandia erfolgt um 12.00 Uhr und 16.00 Uhr über die Playa de Cofete um jeweils 12:45 Uhr und 16:45 Uhr.

Wir erreichten gegen 13.30 Uhr die Bushaltestelle am Hafen von Morro Jable.

Fazit:

Mit dem neuen Bus-Service habe ich nun eine bequeme und kostengünstige Transportmöglichkeit um die Südspitze  von Jandia auf der Insel Fuerteventura zu erkunden.

Der neue Bus-Service verfolgt nicht nur allein das Ziel, eine notwendige öffentliche Transportmöglichkeit für Anwohner und Besucher dieser Gegend zu schaffen, sondern auch eine umweltfreundliche Alternative zu bieten und den Durchgangsverkehr einzelner Fahrzeuge zu reduzieren. Ein sehr schöner Ausflug, der mir viel von der Schönheit und der Weite Fuerteventuras vermittelt hat. Ein perfekter Urlaubstag.

Location: Morro Jable und Punta de Jandia, Jandia, Insel Fuerteventura (Spanien)

Kamera: Casio Exilim Hi-Zoom EX-H10

und Panasonic  LUMIX Digitalkamera DMC-TZ61

Datum: Juni 2015

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