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Cofete und Villa Winter 2015

Fuerteventura ist die älteste Insel der Kanaren und ist von vulkanischen Ursprungs. Der Großteil der Inselmasse entstand vor etwa 5 Millionen Jahren und ist seitdem durch Wind und Wetter stark erodiert. Die letzten vulkanischen Aktivitäten auf Fuerteventura erloschen vor 4000 bis 5000 Jahren. Auf dieser Wüsteninsel Urlaub macht, den  erwarten meterhohe Sanddünen, staubige, karge Landschaften, zerklüftete Gebirgszüge und erloschene Vulkane. Im Kontrast zu der schwarzen, verbrannten Erde, auf der hier und da ein paar trockene Büsche gedeihen, gibt es türkise Lagunen, wildes Meer und kilometerlange traumhafte Sandstrände. Einer dieser kilometerlangen Strände befindet sich bei Cofete an der Westküste der Halbinsel Jandía.

Während meines Aufenthalts auf Fuerteventura, erkundete ich die Kanareninsel auf eigene Faust und lernte die traumhaft schönen Strände an der Westküste Fuerteventuras kennen.

Cofete – Mystischer Ort und unberührte kilometerlange Sandstrände

Wer Cofete auf der Insel Fuerteventura erkunden möchte, hat verschiedene Möglichkeiten dies zu tun. Er mietet sich ein Mietwagen oder bucht eine Jeepsafari nach Cofete. Seit dem 1. August 2014 gibt es auf Fuerteventura eine neue Buslinie, die Morro Jable mit Cofete verbindet. Bei dem Linienbus des  Verkehrsunternehmen Tiadhe auf Fuerteventura handelt es sich um ein Mercedes Unimog Geländewagen, welcher für das Befahren von ungepflasterten Straßen besonders gut geeignet ist. Er kann max. 21 Personen befördern. Der Bus fährt täglich um jeweils 10:00 Uhr und 14:00 Uhr an der Busstation von Morro Jable ab. Er fährt bis zur Playa de Cofete und fährt dann anschließend in den Süden, über Puerto de la Cruz zum Faro Punta de Jandía. Rückfahrt Faro Punta de Jandia um 12.00 Uhr und 16.00 Uhr über  Playa de Cofete um jeweils 12:45 Uhr und 16:45 Uhr. Der neue Bus-Service verfolgt nicht nur allein das Ziel, eine notwendige öffentliche Transportmöglichkeit für Anwohner und Besucher dieser Gegend zu schaffen, sondern auch eine umweltfreundliche Alternative zu bieten und den Durchgangsverkehr einzelner Fahrzeuge zu reduzieren. Mit 21 Plätzen und einer behindertengerechten Ausstattung bietet der Bus eine bequeme Transportmöglichkeit, mit der auch problemlos Schotterpisten befahren werden können.

Der Fahrpreis pro Person und Strecke beträgt 2,50 Euro.

Von Morro Jable aus führt eine 24 Kilometer lange und kurvige Schotterpiste nach Cofete. Auch wenn die Straße ziemlich holprig, steil und eng ist, der Geländebus ein Mercedes Unimog Allrad mit Kabinenaufbau bringt dich zu dem Ort, wo Fuerteventura am schönsten ist!

Playa de Cofete

Zusammen mit der weiter östlich gelegenen Playa de Barlovento bildet die Playa de Cofete eine einzigartige, rund 10 km lange und ca. 60 m breite, unter Naturschutz stehende Strandlandschaft. Die beiden Strände werden durch die Felsklippe El Islote voneinander getrennt. Das Baden ist hier, wie an der gesamten Westküste, sehr gefährlich. Die fast immer vorhandene starke Brandung und unberechenbare Unterströmungen bringen jeden Schwimmer in Lebensgefahr. Selbst wer nur einige Meter weit ins Wasser geht, spürt die unbändige Gewalt und den Sog der hereinbrechenden Wellen.

Nach 20 Kilometern erreicht der Bus  die höchste Stelle des Passes am Aussichtspunkt Mirador de Barlovento. Hier wirst du mit einem grandiosen Ausblick über die wilde Westküste mit ihrer bizzaren Landschaft belohnt.

 Playa de Cofete

 

Unterwegs trifft man immer wieder auf Mountainbiker. Alternativ kann man auch mit dem Mountainbike nach Cofete radeln.

Aldea de Cofete  -  Der Ort Cofete

Nach weiteren 4 Kilometern erreichst du Cofete. Cofete ist keine Stadt, nicht mal ein Dorf. Cofete besteht lediglich aus ein paar heruntergekommenen Steinhäusern, die man an einer Hand abzählen kann.

Das Dorf Cofete ist nicht an das öffentliche Stromnetzt angeschlossen. Dafür hat das Dorf aber seine ersten solarbetriebenen Straßenlaternen bekommen. 

10.45 Uhr: Bushaltestelle vor dem Restaurante Cofete

Nach 45 Minuten Fahrzeit erreichen wir die Bushaltestelle vor dem Restaurante Cofete. Ich habe jetzt rund zwei Stunden Zeit Cofete um die Villa Winter zu erkunden, wenn ich den Bus um 12.45 Uhr zur Rückfahrt nehme. Der Bus fährt jetzt weiter zum Strand und danach in den Süden, über Puerto de la Cruz zum Faro Punta de Jandía.

 Bushaltestelle vor dem Restaurante Cofete

 

Restaurante Cofete

Ganz in der Nähe der Bar neben dem Hügel befindet sich ein Denkmal: Es zeigt Gustav Winter in einer Bronze-Nachbildung als Ziegenhirte mit Hund.

Auch überall anzutreffen: Atlashörnchen

Eine Jeep-Safari fährt zum Parkplatz an der Playa de Cofete

Parkplatz an der Playa de Cofete

Der Friedhof von Cofete

 

Ich verlasse Cofete in Richtung Villa Winter

 

Einfache  Steinhäuser findet man in Cofete vor.

Von dem Dorf Cofete sind es rund 1,3 km bis zur Villa Winter.

Blick auf die Passhöhe Degollada de Cofete (347m)

Passhöhe Degollada de Cofete (347m)

 Wanderer auf der Passhöhe Degollada de Cofete (347m)

Ein Blick zurück auf den Weiler Cofete.

Rund 1,3 km entfernt von Cofete liegt die geheimnisvolle Villa Winter einsam unterhalb des Jandia - Bergmassiv. Als ich sie erreiche, hängen bedrohliche, dunkle Wolken über ihr und verleihen der Szenerie etwas Dramatisches. Kein Wunder, dass so viele Gerüchte über das Haus kursieren. Die in ihrer burgartigen Gestalt sehr auffällige Villa Winter steht allein auf weiter Flur in der kargen Landschaft, unterhalb der zerklüfteten Gebirgszüge des Pico de la Zarza. Sie wurde während des zweiten Weltkriegs von einem Deutschen namens Gustav Winter gebaut, aber nie richtig bewohnt.

Zur Story über diese geheimnisvolle Villa hier ein interresanter Link: http://www.villawinter.at.tt/

Die Villa Winter (span. Casa Winter) ist ein Anwesen nahe dem Ort Cofete an der Westküste der Halbinsel Jandía auf der zu Spanien gehörenden Kanarischen Insel Fuerteventura.

Die Villa wurde nach dem 1893 in Neustadt im Schwarzwald geborenen deutschen Ingenieur Gustav Winter benannt und ist von Gerüchten und Mysterien umgeben. Das 1936 errichtete Haus besteht aus zwei Stockwerken, einem Turm in nordöstlicher Richtung und einer teilweise verschlossenen Unterkellerung. In manchen Reiseführern wird es auch als „Feriendomizil eines deutschen Generals“ erwähnt.

Gustav Winter arbeitete seit 1915 in Spanien und war an verschiedenen Projekten auf Gran Canaria und Fuerteventura beteiligt. Die gängigen Spekulationen über die Aufgaben des Gustav Winter und die Funktion der Finca in Cofete sind:

  • Errichtung eines geheimen U-Boot-Hafens während des Zweiten Weltkrieges
  • Vorübergehende Unterbringung von Nazigrößen und deren Transport nach Südamerika zum Ende bzw. nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges.

Alle seriösen Recherchen deutscher und spanischer Journalisten haben keine dieser variantenreichen Spekulationen beweisen oder aber widerlegen können. Alle Indizien wie angeblich überdicke Wände, „heidnische“ Schnitzereien, überdimensionierte Stromleitungen und wunderliche Turmbauten lassen sich auf normale zeitgenössische Bauweisen eines deutschen Ingenieurs sowie damalige technische Verfügbarkeiten zurückführen. Insbesondere im Dachgeschoss finden sich typisch süddeutsche Holzkonstruktionen, wie sie damals im Schwarzwald üblich waren und in dieser Form auf den gesamten kanarischen Inseln einzigartig sind.

Angaben Winters in einem 1971, kurz vor seinem Tod, der Illustrierten „Stern“ gegebenen Interview nähren jedoch seither die Spekulationen: darin gab er als Erbauungszeitpunkt der Villa das Jahr 1958 an. Als Begründung der extrem abgelegenen und schlecht erreichbaren Lage führte er an, ein Naturliebhaber zu sein. Auch seine Bestrebungen, eine Tomatenplantage errichten zu wollen, erscheinen aufgrund der Unwirtlichkeit der Gegend und des natürlichen Wassermangels zumindest fragwürdig. Keine Erklärung wurde für das etwa 12 km westlich gelegene Flugfeld gefunden.

Alle von Zeitzeugen belegten und heute noch nachvollziehbaren Motive sind landwirtschaftliche Aktivitäten an der West- und Ostküste. Des Weiteren zeichnete Winter für den Bau einer Straße von der Ostküste, beginnend zwischen der Costa Calma und Jandía, in Richtung Westküste verantwortlich. Der Bau dieser auch heute noch befahrbaren, teils asphaltierten Straße, die sich heute auf Privatgrund befindet, wurde aber nur bis zum Sattel des Bergzuges ausgeführt. Ein Abstieg nach Westen wurde nicht realisiert.

In wessen Eigentum die Villa Winter und die umliegenden Ländereien heute stehen, ist wegen der eigentümlichen spanischen Registerbestimmungen nicht genau nachvollziehbar. Die Villa wurde in den 1990er Jahren von der spanischen Baugesellschaft Lopesan S.A. erworben. Die Rechtmäßigkeit der Verträge ist strittig, da Nachfahren von Gustav Winter ebenfalls Anspruch auf das Land sowie die Villa anmelden. Diese gehen davon aus, dass die Villa und die umliegenden Ländereien auch über die Lebenszeit Gustav Winters hinaus vererbbar sind.

Die Gemeinde Pajara hat das Anwesen den Winter-Erben mittlerweile abgekauft und inzwischen teilweise zur Besichtigung freigegeben. Besichtigt werden kann der Innenhof und ein Teil des Gebäudes. Hier werden allerlei landwirtschaftliche Gerätschaften ausgestellt, die u. a. zur Herstellung von Ziegenkäse verwendet wurden.

Quelle: Wikipedia

 

Aussichtspunkt vor dem Anwesen der Villa Winter

Vor dem Anwesen, das seinerzeit von dem Deutschen Gustav Winter gebaut wurde und heute der Gemeinde Pájara gehört, wurde vom Cabildo von Fuerteventura ein Aussichtspunkt angelegt. Dieser fügt sich durch die Verwendung von Naturstein harmonisch in die Naturlandschaft ein. Im Schatten von Holzpergolas können hier Spaziergänger und Besucher sich auf Bänken ausruhen. Ein Münzfernglas wurde aufgestellt, um die Landschaft des Naturparks von Jandía näher betrachten zu können. Auch die Vogelbeobachtung soll durch diese Geräte ermöglicht werden, denn die menschenleere und unberührte Nordküste der Halbinsel Jandía ist Heimat zahlreicher Arten.

Blick auf die Passhöhe Degollada de Cofete (347m)

Passhöhe Degollada de Cofete (347m)

Blick von der Villa Winter auf Cofete

Ich erreiche die Villa Winter

Westseite der Villa Winter

Das Jandia - Massiv hinter der Villa Winter

Ein alter Daihatsu Wildcat 4WD aus den 80er Jahren steht hinter der Villa.

Eingang der Villa Winter

 

Im Innenhof der Villa steht, gezeichnet von Witterung und Erosion, ein altes Schienenfahrzeug . Es ist eine alte Lore, die stammt von der Firma Krupp aus Essen.

Der Turm der Villa Winter

Ein als Wasserspeicher einsetzbaren geschnitzten Krokodilkopf aus Holz.

Im Innenhof befindet sich ein Bananengarten.

Dieser Gang führt zum Turm, den man aber nicht besichtigen darf.

Die Gemeinde Pajara hatte das Anwesen den Winter-Erben abgekauft und inzwischen teilweise zur Besichtigung frei gegeben. Besichtigt werden kann der Innenhof und ein Teil des Gebäudes. Hier werden allerlei landwirtschaftliche Gerätschaften ausgestellt, die u. a. zur Herstellung von Ziegenkäse verwendet wurden.

 

 Von hier aus kommt man durch diese Tür auf die Veranda, mit einem grandiosen Meerblick.

Blick von der Veranda der Villa Winter auf den Hubschrauber - Landeplatz

Playa de Barlovento mit der Felseninsel "El Islote de Cofete"

Blick nach Süden Richtung Cofete

Blick von der Veranda auf den Aussichtspunkt vor dem Anwesen der Villa Winter

Parkplatz an der Playa de Cofete

Blick nach Süden Richtung Cofete

 Blick nach Süden Richtung Cofete

Die Aussicht von der Veranda der Villa Winter in Richtung Cofete.

Die nächste Jeep - Safari rückt an.

Die Nordseite der Villa Winter

Der gewaltige Turm der Villa Winter

Der Hubschrauber - Landeplatz

Pico de la Zarza (807m)

Ich verlasse die Villa Winter und wandere zurück nach Cofete.

Die nächste Jeep - Safari kommt mir mit einer großen Staubwolke entgegen.

 

Nach der staubigen Wanderung von der Villa Winter besuche ich die Bar Cofete um mich zu erfrischen.

Die Bar Cofete hat seit vielen, vielen Jahren eine autarke Stromversorgung, die früher und heute von zwei lautstarken Dieselgeneratoren sichergestellt wurde und heute von einem großdimensionierten Windrad der hinter der Bar auf dem Hügel steht, ergänzt wird.

Aussenterrasse der Bar Cofete

Das Innere der Bar Cofete

Noch nie schmeckte ein Bier so erfrischend.

 Blick vom Hügel auf Cofete

Das Windrad auf dem Hügel bei Cofete

 

Das Windrad auf dem Hügel bei Cofete

Blick vom Hügel in Richtung Norden

Blick vom Hügel in Richtung Villa Winter

Villa Winter

In weiter Ferne nähert sich der Bus Richtung Cofete.

Blick vom Hügel auf die Playa de Cofete

12.45 Uhr: Der Bus sammelt die Fahrgäste auf dem Parkplatz an der Playa de Cofete ein.

Rückfahrt: 12.50 Uhr  am Restaurante Cofete

 

Hafen von Morro Jable

Wir erreichten gegen 13.30 Uhr die Bushaltestelle am Hafen von Morro Jable.

Fazit:

Mit dem neuen Bus-Service habe ich nun eine bequeme und kostengünstige Transportmöglichkeit um Cofete oder die Südspitze  von Jandia auf der Insel Fuerteventura zu erkunden.

Der neue Bus-Service verfolgt nicht nur allein das Ziel, eine notwendige öffentliche Transportmöglichkeit für Anwohner und Besucher dieser Gegend zu schaffen, sondern auch eine umweltfreundliche Alternative zu bieten und den Durchgangsverkehr einzelner Fahrzeuge zu reduzieren. Ein sehr schöner Ausflug, der mir viel von der Schönheit und der Weite Fuerteventuras vermittelt hat. Ein perfekter Urlaubstag.

Location: Morro Jable und Cofete, Jandia, Insel Fuerteventura (Spanien)

Kamera: Casio Exilim Hi-Zoom EX-H10

und Panasonic  LUMIX Digitalkamera DMC-TZ61

Datum: Juni 2015


 

 

 

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