Biogasnutzung in der Landwirtschaft: Strohvergärung und neue Technologien beschleunigen die Energiewende

Autor: solarstrombauer (Helmut Thomas)

Internationale Fachmesse EnergyDecentral 2018 zeigt Techniken zur Effizienzsteigerung von Anlagen mit neuen Substraten. Stroh rückt als Energielieferant in den Vordergrund.

(DLG). Speicherbar, flexibel nutzbar und grundlastfähig: Mit einer elektrischen Leistung von über 4.200 Megawatt haben sich Biogasanlagen zu einer wichtigen Säule der Energiewende entwickelt. Über die aktuelle Situation und die Zukunftsperspektiven der Technologie können sich die Besucher der EnergyDecentral intensiv austauschen. Die Internationale Fachmesse für regenerative Energieversorgung, die gemeinsam mit der EuroTier vom 13. bis 16. November 2018 in Hannover stattfindet, liefert Antworten auf die Frage, welche Techniken aktuell im Fokus stehen und wie sich mit neuen Substraten die Effizienz der Anlagen steigern lässt. Dabei rückt Stroh als Energielieferant in den Vordergrund.

Nach wie vor ist Deutschland Weltmarktführer und Vorreiter bei der Biogasnutzung. Um diesen Spitzenplatz zu verteidigen, braucht es vor allem eines: Technische Innovationen für effizientere Bioenergieanlagen, wie sie auf der EnergyDecentral im Fokus stehen. Neben den Herstellern von Komplettsystemen und Blockheizkraftwerken sind die Anbieter von Komponenten, Rührtechnik und Gasaufbereitung auf dem Messegelände vertreten. Nicht zuletzt aufgrund der jüngsten EEG-Novelle reagiert die Branche mit kleineren und modularen Anlagen unterhalb einer Leistung von 75 Kilowatt, die anfallende Abfall- und Reststoffe wie Gülle, Festmist, Bioabfälle und Grünschnitt in Energie umsetzen. Das Herzstück einer jeden Anlage ist der Fermenter. In ihm finden die mikrobiellen Abbauprozesse der organischen Substanz statt, bei denen das Biogas entsteht. Im einfachsten Fall fließt die Gülle vom Stall in die Vorgrube und von dort direkt in den Fermenter. Feste Substrate lassen sich mit Hilfe von stationären Beschickern einbringen.

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